Wie läuft ein Gesprächskreis ab? Drucken E-Mail

 

Zunächst einmal:


Wir sind eine offene, lebensfrohe und lustige Runde, bei uns gibt es, mit einer Ausnahme: Der Verschwiegenheit, keine "Verhaltensmaßregeln"!

 

Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist Grundlage eines jeden Gesprächskreises. Es versteht sich von selbst, dass in der Gruppe geführte Gespräche in diesem geschützten Raum bleiben müssen. Nur so kann sich ein offenes Verhältnis unter allen am Gesprächskreis beteiligten entwickeln.

 

Zu Beginn ...


eines Treffens machen wir uns in einer kurzen Vorstellungsrunde miteinander bekannt, insbesondere, wenn neue Teilnehmer hinzugekommen sind. Dazu gibt jeder nur soviel von sich preis, wie er selber möchte. Für die anderen Teilnehmer ist es wichtig zu erfahren, von welcher Erkrankung die anderen betroffen sind, wielange die Erkrankung besteht, welche Beschwerden der einzelne hat und wie die Behandlung aussieht. Ebenfalls sind Erfahrungen mit Ärzten, Therapeuten, Kliniken, Medikamenten, Behandlungen, Untersuchungen, berufliche Schwierigkeiten, sozialrechtliche Fragestellungen und andere Informationen immer wieder von Interesse. Die Teilnehmer geben in der Vorstellungsrunde bereits ihre Themen bekannt, die sie miteinander besprechen möchten. Vieles ergibt sich allerdings auch erst im anschließenden Gespräch untereinander. So kann der Moderator die Zeit ein wenig besser im Auge behalten, denn erfahrungsgemäß vergehen die zwei Stunden immer viel zu schnell.

 

Natürlich ...

 

spielt alles um die Krankheit in den Treffen eine große Rolle, aber trotzdem bleibt auch genügend Platz für Themen des "normalen" Lebens, außerhalb der Krankheit.

Bei uns wird viel gelacht! Nicht gegenseitiges "Runterziehen" ist unser Ansinnen, sondern mit- und füreinander neue Wege für einen guten Umgang mit unserer Erkrankung kennenzulernen.

 

Am Ende ...


der Veranstaltung hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, ein kurzes "Feed-back" zu geben, wie es ihm ergangen ist, ob er für sich etwas mitnehmen kann, aber wir sind auch offen für jegliche Kritik, nur so können wir lernen, uns zu verstehen, und vielleicht Änderungen vorzunehmen.

 

Der Gesprächskreis ...


ist für viele Betroffenen die einzige Möglichkeit, offen in einem geschützten Rahmen über die Krankheit mit allen Konsequenzen zu sprechen. In der Familie und im alltäglichen Umfeld ist hierfür oft kein Platz. Oftmals ist eine große Unsicherheit bei Nichtbetroffenen der Grund für ein ablehnendes Verhalten Gesprächen über die Erkrankung gegenüber. Aber gerade im Gespräch über die Erkrankung können vielfach auch Ängste abgebaut werden, die jeden chronisch Kranken beschäftigen.